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Michaelsen, Friedrich Rudolph



* Hamburg 05.01.1813, ~ Hamburg 17.01.1813, + Hamburg 18.10.1902
"Onkel Fritz"
Er erzählt seine Lebensgeschichte:
geboren ist er in HH, Kurze Twiete (nach dem 1842er Brand: Hinter der Markthalle).
1813 zog die Familie der französischen Besetzung wegen nach Gnissau, wo des Vaters Bruder Schmied war.
1814 ging es zurück nach HH in eine Mietwohnung auf dem Kattrepel. Spielquartier für die Kinder war der Domplatz.
Er zeichnete und malte, Portraitmalereien sollen erhalten sein.
28.3.1827 war seine Konfirmation in St.Jacobi durch P. Evers.
"Die Eltern gingen vormittags gern zur Kirche, wenn nicht notwendige Arbeit sie abhielt. Auch die Kinder wurden dazu angehalten und gingen vom 11. Jahre ab gern zur Kirche."
Schneiderlehre beim Vater, nach 3 J. Geselle.
Er war wegen Krankheit des Vaters ab Herbst 1833 für ein halbes Jahr im Geschäft unentbehrlich.
1834-1839 ging er auf große Handwerksreise (Reisebericht veröff. in Blätter f. Hamb. Geschichte 1929): Leipzig, Dresden, Wien, Triest, Venedig, Schweiz, Paris, Straßburg, Münster, Bremen.
Reiseunterbrechung wegen Musterung in Hamburg: Er war wegen mangelnder Schneidezähne untauglich, weil er nicht die Patronen abbeißen konnte (was bei der damaligen Wehrtechnik nötig war). Er sah 1835 die Eisenbahnbaustelle zwischen Nürnberg und Fürth und wanderte 1839 auf der unfertigen Eisenbahntrasse Mainz - Wiesbaden.
Ab 1840 nahm das Geschäft des Vaters (nun in der Brauerstraße) unter seiner Mithilfe wieder kräftig Aufschwung. Die Frühjahr 1842 auf dem Gr.Burstah gemietete bessere Wohnung brannte im Hamburger Großen Stadtbrand noch vor dem Umzug ab. "Während des Brandes waren mein Bruder und ich fast Tag und Nacht in Tätigkeit. Wir halfen Verwandten Möbel zu transportieren, arbeiteten mit an den Spritzen oder beim Johanneum Wasser in Eimern zuzureichen, womit das Dach fortwährend begossen wurde, und hatten die Freude, dass das Gebäude gerettet wurde, zumal auch die Jacobi-Kirche in Gefahr geschwebt hätte.... Am 2.Tage des Brandes wurden in der Eile 2 Zimmer an der Ecke Niedernstraße und Kattrepelbrücke im Entresol zum Betreiben des Geschäfts gemietet."
Er war ab 1846 Inhaber des Geschäfts in der Kl.Johannisstraße, das auch 1929 noch bestand: F.R.Michaelsen&Sohn, Hamburg, Brodschrangen 9.
Er hatte sieben Kinder: Friederike (heiratete ihren Vetter Oscar M.), Wilhelm (Prof. am zoolog. Museum), Adolf, Gustav, Emma, Adelheid, Rudolf (heiratete Emma Thiel, Schneidermeister, mit Kindern: Hans [mit u.a. Sohn Hans, geb.20.3.1910 in Hamburg], Rudolf[mit u.a. Sohn Alfred geb.Hamburg 25.4.1911], Maria), Adolf (Sohn Adolf jr.).
Für seinen Sohn Rudolf schrieb er die große Michaelsen-Genealogie.

oo Hamburg 28.06.1846 Johanna Köhn


Vater:Hans Michelsen (dann: Michaelsen)

Mutter:Anna Schwendeler

Geschwister:Henriette

Johann

Antoinette

Gustav

Henrica

Kinder:Rudolf

Adelheid

Emma

Gustav

Friedrich

Wilhelm

Friederike


Erstellt mit dem Programm AHNENBLATT (www.ahnenblatt.de).