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Michaelsen, Elisabeth Friederike



* Hamburg 26.11.1852, + Hamburg 08.12.1926
Sie war Lehrerin, sang und spielte gut Klavier (zB. Beethoven op.57 und 27/2, Weber: Polacca brillante).
Sie hatte ihren Bräutigam in Havanna durch ihren Bruder Wilhelm kennengelernt. Sie nahm die drei Kinder Wilhelms nach dem Tod von dessen Frau mit nach Hamburg und kümmerte sich um sie im Haus ihrer Mutter.
Sie war, da aus einfachem Lehrerhaus, ihrem Schwiegervater zunächst nicht genehm;
deshalb:
während der Bräutigam noch in Havanna war, stellte sie sich aus eigenem Entschluss -erfolgreich- dem künftigen Schwiegervater vor, der an sich eine "bessere Partie" für den Sohn plante, anschließend sie aber spontan als Besuch dabehielt ("Wir wollen noch ein bischen Staat mit ihr machen").
Nach einer lebensgefährlichen Schiffsreise von Southampton nach New York (mit Endziel Havanna zu ihrem Mann) schreibt sie am 9.12.1881 an ihre Mutter:
"Ich muß der Vorsehung danken, die uns schließlich nach langen schweren Kämpfen ans sichere Land geführt hat. Wir haben alle verschiedene Male nicht geglaubt, daß wir errettet würden, und waren bereit zu sterben. Seit Menschengednken, sagt der Captain, ist keine solch hohe See gewesen. Sieben Tage und Nächte sind wir von Licht und Luft abgeschlossen gewesen, ohne Schlaf, außer der uns im Sitzen für ein paar Minuten überwältigte. Klein-Anna behielt vom 22. bis zum 28. November fast nichts bei sich. Am 26. hatte der Sturm seinen Höhepunkt, ja, war das ein Geburtstag! Um 5 Uhr schlug eine Riesenwelle 3 Boote weg und den Decksalon kaputt. Meine kleine Anna konnte ich mit Mühe aufheben. Und da schwammen wir, des Augenblicks harrend, der uns den Garaus machen würde. Wir hörten die Wellen zu uns herunter kommen mit einer Macht, als bräche das Schiff auseinander."
"Am 7.Dez. noch vor der Ankunft in New York kam Hermann mit dem Postdampfer entgegen und kam per Strickleiter an Bord."
In der Zeitung am 8.12. stand: "The Neckar of the North German Lloyds line came into her dock at Hoboken yesterday with her upper deck littered with wreckage in every direction. She had six boats smashed up and carried away, and the fractured davits, twisted iron rails and splintered woodwork of the guards showed how great must have been the force of the seas. Thr saloon was flooded to the depth of a few inches. Th crew was more or less cut and bruised."
Am 26.8.1893 schreibt sie ihrem in Bad Kissingen (wegen Nasenproblemen, "Nikotinvergiftung" usw.) weilenden Mann: "Ich habe ein Kindermädchen gemietet und zwar die Tochter unseres Laternen-Anzünders. Sie ist erst 16 Jahre alt.... Du solltet lieber für meine Kasse sorgen. Es sieht ja fast aus, als sei ich eine Verschwenderin und müsste knapp gehalten werden. Weise gefälligst Oscar an, mir alles zu geben, was ich bedarf. Du bist doch gerade nicht so sparsam dort in Kissingen!"
fot. 19.7.1902 ~~bei Abreise des Sohnes Hermann nach Madrid
Elisabeth Bünemann
Elisabeth Bünemann
Elisabeth Bünemann mit ihren Enkeln ~~Gertrud, Hertha, Oscar, Hermann~~in Fuhlsbüttel ca. 1921

oo Havana (deutsches Konsulat) 22.12.1879 HERMANN Bünemann


Vater:Gustav Michaelsen

Mutter:Henriette Roesing

Geschwister:Georg

Anton

Johann

Heinrich

Kinder:Anna

Hermann

Paul

Oscar

Ernst

Hermine

Elisabeth


Erstellt mit dem Programm AHNENBLATT (www.ahnenblatt.de).